Schmetterlingsflügel

Basis

Die Basis für jede gute Geschichte bildet ein solides Fundament, das aus verschiedenen Elementen besteht. Selbst der talentierteste Autor wird ohne ein vernünftiges Grundgerüst nur mittelmäßige Texte zustande bringen, ebenso kann ein Autor, dem weniger Talent beschieden ist, mit einer vernünftigen Basis eine doch sehr gute Geschichte zaubern.

Einige der Elemente möchten wir euch hier erläutern, da sie dem ein oder anderen vielleicht dienlich sein können.

Eine Erfolgsgarantie ist auch die Beachtung der folgenden Punkte nicht, aber schaden wird es auf keinen Fall. Zudem lohnt es sich, hier immer mal wieder reinzuschauen, da ständig aktualisiert und erweitet wird.

 

Um noch eines vorweg zusagen: Wir möchten uns nicht anmaßen, zusagen, dass die Beachtung der folgenden Tipps ein Muss ist. Im Gegenteil, wir möchten gerade unerfahrenen Autoren lediglich Möglichkeiten aufzeigen, wie man es machen kann, aber keinesfalls muss.

Auch eine Geschichte, die sich an keines der aufgeführten Beispiele hält, kann durchaus Erfolg haben. Es liegt ganz allein bei euch, ob und in wieweit ihr die Tipps annehmen möchtet.

 

 

1. Die Idee

 

Am Anfang einer jeden Geschichte steht die Idee dahinter.

Manchmal überlegt man sich ganz gezielt etwas, manchmal wird man von der Inspiration einfach so aus dem Hinterhalt überfallen.

Für den, der sich beabsichtigt etwas überlegen will, gilt: Ideen findet ihr am besten in eurem eigenen Leben und dem Alltag, aber auch in Filmen und Liedern. Selbst ein einfacher Satz kann Inspiration für eine ganze Geschichte sein.

 

Nach Möglichkeit sollte es eine Idee sein, die nicht schon total platt gefahren und tausendmal behandelt wurde. Selbst bekannte Themen lassen sich so ausschmücken und verändern, dass im Endeffekt doch etwas ganz Neues daraus wird.

Macht euch Gedanken, was interessant wäre, was Überraschungen birgt und erfrischend anders ist.

Wichtig ist natürlich in jedem Fall zuprüfen, wie viel Potenzial die Geschichte hat. Kann man aus ihr ein eine längere Erzählung mit mehreren Kapitel machen oder wäre man mit einer Kurzgeschichte oder eventuell gar einem One-Shot besser beraten?

Eine Idee sollte zwar ausgebaut, aber nicht unnötig überreizt und in die Länge gezogen werden, sonst wird das Ganze nur uninteressant.

 

 

2. Die Storyline

 

Habt ihr eine Idee ist es äußert ratsam, sich eine Storyline zurecht zulegen.

Das soll heißen: Macht euch über die einzelnen Stationen, die die Geschichte machen soll, und über wichtige Ereignisse Gedanken. Schreibt eure Gedankengänge noch nicht als ausformulierte Geschichte nieder, sondern macht euch besser Stichpunkte.

Es ist sehr wichtig, dass ihr schon ein recht genaues Bild von der Handlung und eventuell auch schon von einem möglichen Ende habt, bevor ihr mit dem Schreiben beginnt. Sonst kann es sein, dass ihr euch verzettelt oder euch die berühmte Muse, sprich Kreativität, verlässt. Das wiederum führt zu einem Schreibstopp, der nicht nur für die Leser ärgerlich ist, sondern es auch schwierig macht, irgendwann wieder einzusteigen.

Einfach drauflos tippen solltet ihr also nicht, nehmt euch lieber die Zeit, euch eine vernünftige Storyline aufzubauen, an der ihr euch nach und nach entlang arbeiten könnt.

Natürlich könnt ihr dann während des Schreibens zusätzliche Ideen einfließen lassen, die euch noch so kommen. Wichtig ist nur, dass ihr eine grobe Ahnung von der Richtung habt, in die sich eure Geschichte bewegen soll und euch immer wieder an euren Stichpunkten orientieren könnt, wenn euch die Inspiration verlässt.

 

 

3. Die Charaktere 

 

Bei den Charakteren ist zuerst einmal wichtig, ob ihr euch reale bzw. bereits bestehende  Personen (Schauspieler, Sänger, Bandmitglieder, Film/Buchfiguren etc.) „ausborgt“, oder ob ihr vollkommen neue Persönlichkeiten erschafft.

 

Für die Beschreibung der Charaktere muss vorher geklärt werden, ob es sich um eine Haupt- oder Nebenfigur handelt.

 

Nebenfiguren müssen natürlich nicht so ausführlich beschrieben werden, wobei es auch bei diesen darauf ankommt, wie wichtig ihre Rolle ist. Taucht nur eine Bedienung zum Abkassieren auf muss diese nicht so eingehend geschildert werden wie ein guter Freund, der einige Male zur Sprache kommt.

 

Häufiger auftretende Nebencharaktere brauchen ein Gesicht, sprich ein Aussehen, eine Stimme und Eigenschaften, damit der Leser sich ein Bild von ihnen machen kann.

 

Bei Hauptcharakteren muss die Beschreibung dafür umso ausführlicher sein und es ist von besonderem Interesse, auf ihr Gefühlsleben einzugehen. Was Denkt die Person, was für Emotionen werden bei ihr in bestimmten Situationen hervorgerufen, warum handelt sie, wie sie handelt?

 

In jedem Fall ist es wichtig, dass ihr die Charakterzüge eurer Haupt- und wichtigen Nebendarsteller sowie vor allem bei ausgedachten Personen die Optik ausführlich schildert.

 

Bei Fanfiktionen kann gegebenenfalls auf eine ausführliche Beschreibung des Aussehens verzichtet werden, solange sich eure Figuren optisch am aktuellen Bild des realen Stars oder der Film/Buchfigur orientiert. In der Regel wissen alle Fans über das Aussehen des Betreffenden bescheid, sodass eine zu ausführliche Beschreibung nur lästig wäre.

 

Erfundene Persönlichkeiten müssen dafür umso genauer geschildert werden, damit sich die Leser ein lebhaftes Bild machen und sich somit richtig in die Handlung und Figuren hineinversetzen können.

 

Egal, wie er es nun macht, ob ihr bestehende Personen verwendet oder eigene erschafft, auf das Gefühlsleben müsst ihr in jedem Fall umfassend eingehen.

 

Bekannte Personen könnt ihr interessanter gestalten, wenn ihr ihnen teilweise neue Charakterzüge verpasst. Das soll nicht heißen, dass ihr das ursprüngliche Vorbild vollkommen umkrempeln sollt. In den meisten Fällen bewährt es sich nicht, wenn die Figur so gar nichts mehr vom Original hat. Viele Leser möchten ihren Star (egal ob nun aus dem realen Leben oder Film/Buch) in der Geschichte zumindest bis zu einem gewissen Maß wieder erkennen, was auch durchaus nachvollziehbar ist.

Gebt den Figuren lediglich einige neue, unerwartete Verhaltenweisen und lasst sie in machen Situationen anders reagieren, als man es vielleicht als Fan annehmen würde.

 

Am besten kommt die Figur an, wenn der Leser dass Gefühl hat, ihr als Autor würdet diese wirklich kennen. Welcher eingefleischte Fan möchte nicht einmal hinter die Kulissen gucken und  seinen Star ganz privat erleben? Es lebe die Fantasie, denn ihr – liebe Autoren – macht das möglich. Lasst eure Kreativität spielen, beschreibt die Person so, wie ihr sie seht und verliert dabei nicht den Bezug zur Realität.

 

Bei erfundenen Personen liegt die besondere Schwierigkeit darin, dem Leser wenigstens eine Figur sympathisch zumachen. Nur, wenn der Leser zumindest zu einer Persönlichkeit der Geschichte eine Beziehung aufbauen kann, wird ihn die Handlung auch interessieren und er mit dieser mitfiebern.

 

Wenn ihr nicht aus der Erzähler- sondern der Ich-Perspektive schreibt hat es nicht bewährt, ständig zwischen zwei Personen hin und her zuwechseln  ( z.B. Tims Sicht: … / Jans Sicht... ) 

Wenn ihr unbedingt wechseln wollt, um beide Seiten zu beschrieben, dann macht es nach Möglichkeit nur von Kapitel zu Kapitel und nicht nach jedem Absatz. Ein zu schnelles Wechseln verwirrt den Leser nur und am Ende kann er weder mit der einen noch mit der anderen Figur mitfühlen.

 

 


4. Die Rechtschreibung

 

Eine saubere Rechtschreibung bzw. Zeichensetzung ist für jede gute Geschichte unerlässlich.


Dienlich ist einem dabei schon eine einfach Word-Datei, in die man den Text zuerst tippt.
Dank der Rechtschreibprüfung können ein Großteil der Fehler erkannt und behoben werden.
Angenehmer Nebeneffekt ist, dass das Geschriebene so auch sicher auf PC abgespeichert und nicht den Launen des Internets ausgesetzt ist. Geht das Internetfenster plötzlich zu oder taucht eine Fehlermeldung auf (was sehr häufig vorkommt), so ist eure ganze Arbeit nicht verloren.

 

 

Mittels der netten Kopierfunktion (Text markieren, mit Klick auf die rechte Maustaste Funktion „Kopieren“ wählen -> Seite/Fenster öffnen, wo der Text hin soll, wieder Klick mit rechts, jetzt „Einfügen“ auswählen) lässt sich der Text auch kinderleicht und schell von der Wort-Seite in das Fenster zum Posten kopieren.

 

 

 

Kleiner Tipp am Rande: Wenn ihr längere Kommentare tippt solltet ihr diese ebenfalls erst in eine Word-Datei tippen (gegebenenfalls immer wieder abspeichern) und erst von dort ins Internet Kopieren.
Zahllose Kommischreiber beklagen sich immer wieder, dass sie gerade Ewigkeiten damit zugebracht haben, ein Review zutippen, und dann das Internet einfach durchgedreht ist und somit alles Geschriebene weg war.
Mit der Kopierfunktion passiert euch das nicht, zudem habt ihr viel weniger Rechtschreibfehler und es dauert wirklich nicht länger, als wenn ihr den Text direkt in das Internetfenster tippt…

 

 

 


Auch der Zeichensetzung solltet ihr unbedingt Beachtung schenken.
Kommas an den richtigen Stellen trennen Sätze effektiv und verbessern die Wirkung eines Textes erheblich. Wir beide wollen uns hier nicht anmaßen, über die genauen Regeln zur Kommasetzung bescheid zu wissen, denn ganz genau wissen das wohl nur die auf diesem Gebiet Gelehrten. Für alle anderen ist es sehr hilfreich, sich den Satz selbst laut vorzulesen uns zu schauen, wo eine kleine Pause angebracht wäre. In der Regel sind an eben diesen Stellen auch Kommas nicht ganz deplatziert und können getrost gesetzt werden.

 


Das Zeichen, mit dem ein Satz beendet wird, entscheidet maßgeblich über dessen Wirkung und Atmosphäre. Ihr solltet euch also genau darüber Gedanken machen, ob ihr am Ende des Satzes einen Punkt, ein Frage- oder Ausrufezeichen oder doch die drei berühmten Pünktchen setzt.

Letztere sind bei Unentschlossenen sehr beliebt und werden daher deutlich zu oft verwendet. Traut euch ruhig, Satzzeichen zu setzen, und verwendet die drei Pünktchen nur da, wo sie auch hingehören: hinter unsichere Aussagen und offene Handlungsfortläufe.

 

 

Wenn ihr einen Satz mit den Pünktchen auseinander ziehen wollt belasst es wirklich bei drei Punkten hintereinander und nehmt nicht noch mehr, denn die machen nichts besser.

 

 


Letztlich gilt: Eine qualifizierte Betaleserin bzw. ein geeigneter Betaleser schadet keinem Autoren, egal, wie groß sein Grundwissen und Talent auch sein mögen. Jemand, der das Geschriebene noch einmal Korrektur liest, kann einen nicht nur auf Fehler in der Rechtschreibung/Zeichensetzung sondern auch auf Denk- und Handlungsfehler aufmerksam machen und auf Stellen hinweisen, die eventuell schlecht verständlich sind. Es ist darauf zu achten, dass man eine Person als Betaleser wählt, die auch wirklich viel Ahnung hat und nicht die beste Freundin nimmt, weil man sie eben so gern hat.

 

 


Beliebte Fehler…

 

 

-Einzigste: Bereits seit Goethes Zeiten herrscht die Diskussion, ob es "Das Einzigste" nun gibt oder nicht. Fest steht in dem ganzen Wirrwarr aber: Grammatikalisch ist "Einzigste" nicht korrekt, auf keinen und in keinem Fall.
In der hochdeutschen Sprache, die ja im Allgemeinen beim Verfassen von Texten verwendet werden sollte, kommt der Hyperlativ von "einzig", also "einzigste" überhaupt nicht vor, lediglich in manchen Dialekten ist diese Form wohl umgangssprachlich gebräuchlich.
Einzig ist ein so genannter Absolutablativ, also ein Wort, dass nicht gesteigert werden kann. Einzig im Sinne von „einmalig, nur einmal vorhanden“ ist einzig, eine Sache kann nicht einziger sein als eine andere.
Der Duden lässt die Formulierung „einzigste“ lediglich im übertragenen Sinne zu, wenn z.B. eine besondere Wertschätzung ausgedrückt werden soll.
Als Bespiel wird eine Zitat von Goethe aufgeführt:

 



"Gute Nacht, Engel. Einzigstes, einzigstes Mädchen, und ich kenne ihrer viele."   


-Dein/deine: In vielen Fällen wird nicht auf die Unterscheidung von „dein“ und „deinen“ geachtet, ein Beispiel:
        
               „Ich hab dein Schlüssel noch“
               

Das ist falsch, richtig wäre:


   
               „Ich habe deinen Schlüssel noch“
             

 

- wird ergänzt...
              

Das sind kleine Details, auf die ihr aber achten solltet, da sie das Niveau eurer Geschichte maßgeblich anheben.

 

 

5. Formulierung

 

Eine Formulierung in blitzsauberem Deutsch ist das A und O einer jeden guten Geschichte.
Das soll unter anderem bedeuten, dass von Wortverstümmelungen absolut und zu 100%  abzusehen ist.
Kürzel wie „jetz“, „aba“, „oda“ etc. haben in einer niveauvollen Geschichte nichts, aber auch gar nichts, zu suchen! Diesen vernichten geringen Zeitaufwand sollte eure Geschichte wert sein, dass ihr die Wörter vollständig ausformuliert.

Einzige Ausnahme stellet der Fall dar, wenn z.B. eine betrunkene Person spricht oder eine Figur, die zweitweise nicht im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten ist. Auch hier sollten sich solche Kürzel allerdings auf das stellenweise Auftreten beschränken und nicht durchgängig im ganzen Text auftauchen.

 

 

 


Genauso haben Gedanken des Autors innerhalb des Textes nichts zu suchen. Beispiel:

 

Er zuckte mit den Schultern. „Ich wollte sich einfach nur sehen, weiter nichts.“ (Jaaaaa, wer’s glaubt ^^)

 

 

Solche Anmerkungen sind nicht nur äußert störend, sondern machen ebenso eigene Gedanken, Gefühle und Meinungen des Lesers zunichte.

 

 


Ein weiteres „Ding der Unmöglichkeit“ sind Verenglischungen wie z.B. „ Das ist total crazy“.

Verrückt ist das wirklich, denn solche Wörter haben in einer anständigen Geschichte nicht verloren. Der deutsche Wortschatz bietet genügend Auswahl, um sich heimischer Begriffe zu bedienen.

 

 

Ebenso sind englische Schimpfwörter wie „bitch“ tunlichst zu unterlassen, da auch diese das Niveau einer Geschichte allenfalls absenken statt anheben.

 

-> Ausnahmen: Eine Ausnahme stellt der Fall dar, wenn eure Geschichte stellenweise (z.B. durch einen Urlaub der Charaktere) im Ausland spielt oder in der Handlung eine Figur auftaucht, die der deutschen Sprache gar nicht bzw. nur mäßig mächtig ist.

 

In diesem Fall ist es klar, dass in den Sätzen, die die Figur spricht, Englisch (oder eben eine andere Sprache) und Deutsch miteinander gemischt werden dürfen. Wichtig ist allerdings, dass ihr versucht, das Ganze möglichst authentisch zu vermitteln.

 

Bei schwierigen Wörtern und besonders bei Sprachen, die nicht allen so geläufig sind wie Englisch (z.B. Spanisch, Italienisch, Griechisch usw.) solltet ihr wenigstens durch Sternchen am Ende des Kapitels oder in Klammern direkt dahinter erklären, was die Wörter/Sätze bedeuten.

 

Eine weitere Ausnahme besteht aus englischen Wörtern, die fester und anerkannter Teil der deutschen Sprache sind, z.B. „Handy“. Handy ist Hierzulande ein seit vielen Jahren allgemein gültiges Wort und darf daher getrost verwendet werden.

 

Generell solltet ihr nicht zu viele, nennen wir es mal "Kraftausdrücke", sprich Schimpfwörter benutzen. Wenn eure Geschichte generell auf einer harten Sprache basiert ist die Sachlage sicher eine andere, dennoch wird eine Geschichte nicht besser, wenn ihr massenhaft unflätige Ausdrücke benutzt.

 

Achtet zudem darauf, keine zu kurzen, abgehackten Sätze  und ebenso auch keine Kaugummisätze zubilden.

Kurze Sätze sind nur dann empfehlenswert, wenn sie schlagkräftige, wichtige Aussagen enthalten, die dem Leser besonders intensiv vermittelt werden sollen.

Kaugummisätze hingeben büßen schnell an Verständlichkeit ein, weshalb sie oft mehrmals gelesen werden müssen, um sie nachvollziehen zu können. Das bringt dem Leser nicht wirklich Spaß und erhöht somit nicht die Begeisterung für die Geschichte.

 

 


Ein anderer wichtiger Punkt, den ihr beachten solltet, ist auch das Thema Doppelungen. Versucht nicht ständig die selben Wörter zu benutzen wie:

 

„Ja, hab ich gesehen.“ grinste er. „Das war zu lustig, nicht wahr?“ grinste Jan zurück.“

 

Es gibt für beinah jedes Wort etliche Synonyme, also Wortalternativen.

Es gibt für beinah jedes Wort etliche Synonyme, also Wortalternativen.

 

Schaut doch einfach mal unter:
http://synonyme.woxikon.de/  oder http://www.wie-sagt-man-noch.de/

 

Hier findet ihr Datenbanken mit unzähligen Synonymen, mit denen ihr Doppelungen vermeiden und euren Text abwechslungsreicher gestalten könnt.

 

 

6. Wörtliche Rede

 

Die wörtliche Rede ist ein wesentlicher und ungemein wichtiger Bestandteil jeder Geschichte.
Sie sollte möglichst lebendig Gestaltet sein, also nicht nur als einfaches „Ja-Nein-Spiel“ aufgebaut werden.

 


Gute Dialoge sind ungemein wichtig für die Atmosphäre sowie den Anspruch einer Geschichte. Sie können wütend, ernst, traurig, humorvoll belanglos und bedeutend sein, müssen aber in jedem Fall Abwechslung bieten.

 

Auch hier gilt: Doppelungen so gut es geht vermeiden!

 

Es gibt z.B. über 180 Alternativen zu dem Wort „sagen“. Anstatt also immer zu schreiben:

 

„Ich komme gleich wieder.“ sagte er.

 

könnt ruhig ein Synonym benutzen. Das lockert und wertet die Dialoge auf und macht sie deutlich interessanter.

 

Wir beide haben mal unsere Bücher wie „Sag es treffender“ gewälzt und für euch eine kleine Auswahl an Wörtern zusammengestellt, die ihr statt „sagen“ benutzen könnt:


Anflehen, ankündigen, anprangern, anreden, anschreien, antworten, appellieren, argumentieren, auffordern, aufheulen, aufschreien, ausdiskutieren, ausrufen, aussagen, ausscheißen, aussprechen, ausspucken, ausweichen, ausweiten, befehlen, begründen, behaupten, beifügen, bejahen, bekanntmachen, bekennen, beklagen, bekunden, belegen, bemerken, berichten, beschwören, bitten, brüllen, brummen, daherreden, das Schweigen brechen, debattieren, deklamieren, den Mund aufmachen, diskutieren, dazwischenrufen, dazwischen werfen, ein Gespräch führen, eine Konversation führen, eine Rede halten, einen Dialog führen, einen Monolog halten, empfehlen, entgegnen, entschlüpfen, erklären, erläutern, ermahnen, ermuntern, ermutigen, erwähnen, erwidern , erzählen, etwas von sich geben, faseln, fauchen, feststellen, flehen, flöten, flüstern, fordern, formulieren, fragen, gackern, Gedanken in Worte fassen, grölen, grummeln, hauchen, heulen, informieren, jammern, japsen, jauchzen, johlen, jubilieren, kakeln, klagen, knurren, kommunizieren, krächzen, krähen, krakeelen, kreischen, lästern, Laut geben, leiern, lügen, mäkeln, maulen, meckern, mitteilen, mosern, motzen, murmeln, murren, nachfragen, nölen, nörgeln, nuscheln, philosophieren, plappern, plaudern, posaunen, prahlen, predigen, proklamieren, quasseln, quatschen, quengeln, quieken, quietschen, raten, raunen, reden, referieren, rezitieren, rufen, rumdrucksen, rumkrakeelen, sabbeln, sagen, schnattern, schnurren, schreien, schwafeln, schwatzen, schwätzen, sich artikulieren, sich ausdrücken, sich äußern, sich erkundigen, sich unterhalten, singen, sprechen, stammeln, stottern, streiten, sülzen, tratschen, tuscheln, über die Lippen bringen, übertreiben, verkünden, verlangen, verlautbaren, verlauten lassen, verneinen, verquatschen, versichern, versprechen, vorschlagen, vorsprechen, Vortrag/Referat halten, vortragen, widersprechen, wiederholen, winseln, wispern, Worte hervorbringen, Worte wechseln, zischen, zwitschern.


Genauso gibt es bei „fragen“ viele Möglichkeiten, sich anders auszudrücken. Nur einige wenige haben wir hier als Beispiel für euch gelistet:


Auskunft erhalten wollen, erfahren wollen, erfragen, erkundigen, in Erfahrung bringen wollen, informieren, nachhaken, wissen wollen.


Es gibt noch deutlich mehr Alternativen und das natürlich nicht nur zu „sagen“ und „fragen“ sondern zu jedem belieben Wort. Auch hier helfen euch die weiter oben angegebenen Datenbanken in so ziemlich jedem Fall weiter.

 

 

6. Übersichtlichkeit


Um einen guten Lesefluss zu gewährleisten solltet ihr eure Geschichten übersichtlich gestaltet, damit der Leser sich schnell zurechtfindet und den Text entspannt genießen kann, anstatt sich einem einzigen Wörterklumpen gegenüber zusehen.


Eine gute Übersichtlichkeit schafft ihr schon durch Absätze.

Im Grunde gilt: Neuer Gedanke = neuer Ort.

Bei modernen Geschichten könnt ihr allerdings getrost häufiger Absätze einbauen, auch wenn nicht nach jedem Satz!

Ein Absatz sollte auf ein paar zusammenhänge Sätze folgen und einen Sinn ergeben, ansonsten dient er lediglich zum Strecken, also um das Geschrieben nach mehr aussehen zulassen, als es tatsächlich ist.

 


Wörtliche Rede könnt ihr allerdings in einen eigenen Absatz stellen, um sie besonders hervorzuheben.

 


Eine neue Handlung, einen Zeitsprung oder einen Ortwechsel solltet ihr z.B. durch *, ---, oder einen Doppelabsatz deutlich kennzeichnen.

 


Seht euch euren Text einfach an und überlegt objektiv, sprich unparteiisch: Ist das Geschriebene schon auf den ersten Blick übersichtlich oder schreckt es ab?

Viele Leser fangen gar nicht erst an, einen zusammen geknallten Text zu lesen, weil das nun mal wahnsinnig anstrengend ist und wenig bis gar keinen Spaß bringt.

 

 


7. Kapitellänge

 

Schreibt ihr eine Geschichte, um sie als FF oder Prosaarbeit online zustellen (was wohl bei den meisten hier der Fall sein wird) so sollte jedes Kapitel eine gewisse Mindestlänge und einen Inhalt haben.

Vollkommen sinnfreie Kapitel online zustellen in denen nichts weiter passiert, als dass sich die Figur einen Tee kocht und die Socken wechselt ist nicht besonders förderlich.


Jedes Kapitel sollte eine Handlung haben und zum Fortlauf der Geschichte beitragen, um den Leser bei Laune zuhalten.

Als Mittelwert kann gelten: Wenn das Kapitel etwa 7000 Zeichen hat ist das schon sehr gut, ein Minimum sollten jedoch 5000 Zeichen sein.

Die Geschehnisse sollen schließlich geschildert und nicht nur kurz aufgezählt werden, weshalb schon mehr als ein paar Sätze notwendig sind.

 

 


8. Updategeschwindigkeit


Um das Interesse der Leser zu erhalten sollten die neuen Kapitel in einer recht zügigen Regelmäßigkeit kommen.

An Geschichten, bei denen nur alle vier Wochen ein Update kommt, haben die Wenigsten wirklich Spaß, da sie auch immer wieder viel nachlesen müssen um zu schauen, was davor überhaupt passiert ist.


Einmal pro Woche sollte das Minimum sein, nach oben besteht natürlich keine Grenze.

Es muss nicht täglich einneues Kapitel kommen, aber wenigstens so oft, dass sicher der Leser noch daran erinnern kann, was im vorherigen Kapitel passiert ist, ohne nachschauen zu müssen.

 


Um euch einen Puffer zu schaffen schreibt am besten schon mal ein gutes Stück der Geschichte vor.

So habt ihr einen Vorrat, wenn wir aus irgendwelchen Gründen mal nicht so viel zum Schreiben kommt, und könnt gleichzeitig sehen, ob euch die Geschichte überhaupt liegt oder euch bereits nach drei Kapitel die Inspiration und die Lust vergeht.

 

 

 

Das waren nun also ein paar wenige Tipps von uns für euch, vielleicht ist der ein odere andere euch ja nützlich. Schaut auf jeden Fall immer mal wieder vorbei, da wir ständig aktualisieren und erweitern.

Bei Fragen aller Art stehen wir euch jederzeit gern zur Verfügung, ihr erreicht uns ganz einfach über das Kontaktformular und bekommt 100%ig eine Antwort.

 

 

 




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